Februar 2011 Aktienrecht

Der für das Gesellschafts- und Aktienrecht zuständige 23. Zivilsenat des Kammergerichts in Berlin hat für das aktienrechtliche Freigabeverfahren entschieden, dass der Kläger innerhalb der Wochenfrist nach Zustellung des Freigabeantrages seinen Anteilsbesitz durch Urkunden nachweisen muss - KG Beschluss vom 06.12.2010 - 23 AktG 1/10.

Dies gelte selbst dann, wenn die Aktiengesellschaft den Anteilsbesitz nicht bestreite. Hiermit stellt sich das Kammergericht gegen das OLG Frankfurt (AG 2010, 508) und das OLG Nürnberg (GWR 2010, 498 = BeckRS 2010, 23752).